
Oberhöchstadt ist der älteste der drei Kronberger Ortsbezirke und der Stadtteil mit dem eigenständigsten Alltag. Rund um Dalles, Altkönigstraße, Limburger Straße, Kirchgasse und St. Vitus liegen Lebensmittelmarkt, Bäckerei, Metzgerei, Apotheke, Feinkost, Eiscafé, Restaurants und Dienstleistungen beieinander, dazu Grundschule, Betreuungszentrum, mehrere Kitas, Sportverein und ein ausgeprägtes Vereinsleben. Für einen Wohnstadtteil dieser Größe ist das ungewöhnlich vollständig.
Hinter den zentralen Straßen öffnen sich Wohnquartiere mit Gärten, Spielplätzen und Wegen Richtung Felder und Taunus. Am Hohenwald und rund um das Altkönig-Stift wird der Naturbezug besonders deutlich. Einen eigenen S-Bahnhof hat Oberhöchstadt nicht, der Bahnhof Kronberg Süd liegt aber für Teile des Stadtteils vergleichsweise nah und wird durch Busse ergänzt.
Dalles, Altkönigstraße und Kirchgasse bilden den historischen und sozialen Ortsmittelpunkt mit Gastronomie, Vereinen, Kirche und Dienstleistungen, dort sind enge Straßen, Stellplätze, ältere Bausubstanz und Veranstaltungsverkehr zu prüfen. Limburger Straße und Oberurseler Straße tragen Lebensmittel, Bäckerei, Metzgerei und Apotheke, zugleich die Ortsdurchfahrt mit möglichen Verkehrsgeräuschen. Schöne Aussicht ist die Familienachse mit Grundschule, Kita, Betreuung und Tennis, zu Schulbeginn und Abholzeit entsprechend lebendig. Rund um die Friedensstraße liegen Spielplatz, Gärten und überwiegend ruhiges Wohnen.
Am Altkönig-Stift und an der Feldbergstraße prägen Seniorenwohnen, Facharztzentrum, Park und grüne Randlage das Bild, am Hohenwald schließen Park, Pflegeeinrichtung und der Übergang in die Landschaft an, dort ist die Distanz zum Ortskern größer. Auf dem ehemaligen Sportplatzareal an der Altkönigstraße entsteht das Wohnprojekt Altkönigblick des städtischen Eigenbetriebs Wohnbau. Die Straßen Richtung Steinbach und Niederhöchstadt bieten gute regionale Anbindung, dafür ist Durchgangsverkehr einzuordnen.
Der Gebäudebestand reicht von älteren Wohnhäusern, Fachwerk und ehemaligen Hofstellen im Ortskern über kompakte Häuser auf schmaleren Grundstücken, Einfamilien- und Doppelhäuser verschiedener Nachkriegsjahrzehnte, Reihenhäuser und kleinere Hausgruppen bis zu Mehrfamilienhäusern, Eigentumswohnungen, seniorengerechten Wohnungen im Altkönig-Stift und Hohenwald sowie neueren Wohnprojekten. Bei Altbauten im Kern gehören Fachwerk, Feuchtigkeit, Dach, Haustechnik, Schallschutz und Energie auf die Prüfliste, bei Nachkriegshäusern Grundriss, Dämmung, Heizung, Leitungen und mögliche Erweiterungen, in Randlagen Entwässerung, Baumbestand, Boden, Erschließung und Landschaftsschutz.
Der kleine Lebensmittelmarkt nah und gut in der Limburger Straße 2 deckt den täglichen Bedarf im Ortskern, die Bäckerei Flach in der Oberurseler Straße 2 backt handwerklich, und die Metzgerei Klein in der Limburger Straße 7 ist eine Traditionsmetzgerei mit eigener Produktion, Feinkost und Imbissangebot. Die Rats-Apotheke in der Borngasse 2 liefert nach Betreiberangabe innerhalb Kronbergs aus, DeliCasa im Ortszentrum ergänzt um Käse, Wurst, Tee, Kaffee, Gebäck, Öle, Wein und Catering. Einen eigenen Wochenmarkt hat Oberhöchstadt nicht, die Märkte liegen donnerstags auf dem Ernst-Schneider-Platz in Schönberg und samstags am Berliner Platz in der Kernstadt. Für größere Einkäufe stehen das Westerbachcenter, die Kernstadt und Steinbach zur Verfügung.
Die Brunnenschänke in der Altkönigstraße 2 ist die Gaststätte im Zentrum, mit Restaurant, Biergarten und Nebenraum. Das Darsch Tandoori in der Altkönigstraße 3 bietet indische Küche mit vegetarischen und veganen Gerichten sowie Abholung und Lieferung. Das Haus Altkönig in der Altkönigstraße 30 verbindet gutbürgerliches Restaurant, Hotel und Veranstaltungsräume, das Eiscafé San Marco in der Kirchgasse 1 ist der Treffpunkt für Familien, und DeliCasa im Ortszentrum bietet kleine frisch zubereitete Speisen zum Mitnehmen. Die Betriebe liegen dicht beieinander, das macht den Ortskern lebendig.
Die Grundschule Schöne Aussicht in der Schöne Aussicht 17 ist die öffentliche Grundschule mit Vorlaufkurs, das Betreuungszentrum Schöne Aussicht in der Kirchgasse 13a ergänzt sie mit hortähnlicher Betreuung und Betreuter Grundschule in einem flexiblen Modulsystem. Beide liegen eng beieinander, für Familien sind die Wege damit gut zu organisieren. Weiterführend stehen die Altkönigschule in Schönberg mit gymnasialer Oberstufe und die private Montessori-Schule zur Verfügung.
Bei der Betreuung gibt es die städtische Kita Schöne Aussicht in der Schöne Aussicht 19 mit Krippe und Kindergarten ab zwölf Monaten, die katholische Kita St. Vitus im Pfarrer-Müller-Weg 2 mit Krippe, Kindergarten, altersübergreifender Gruppe und Hort sowie die evangelische Kita Anderland in der Albert-Schweitzer-Straße 2 mit Betreuung ab 18 Monaten und offenem Konzept. Dazu kommt Kindertagespflege für Kinder bis drei Jahre. Vormerkung und Vergabe laufen je nach Träger über das KroKi-Portal oder ein eigenes Verfahren, Kapazitäten sind keine Platzgarantie.
Oberhöchstadt ist ein Schwerpunkt für Gesundheit und Wohnen im Alter. Die Praxis Tafel in der Ziegelhütte 2 versorgt hausärztlich und internistisch, die Zahnarztpraxis Dr. Nicole Pryca in der Kirchgasse 1 arbeitet mit biologisch und nachhaltig ausgerichtetem Konzept, die Rats-Apotheke in der Borngasse 2 versorgt mit Arzneimitteln und lokalem Botendienst. Seit Juli 2026 liegt zudem das interdisziplinäre Facharztzentrum CRONMED in der Feldbergstraße 13 bis 15 mit Allgemeinmedizin, Innerer Medizin, Diabetologie, Geriatrie und weiteren Schwerpunkten. Das Altkönig-Stift an derselben Adresse ist ein genossenschaftlich organisiertes Seniorenwohnstift mit Wohnen, Pflege, Kultur und Gastronomie, das Seniorenstift Hohenwald in der Oberurseler Straße 73 bietet stationäre Pflege, Kurzzeit- und Verhinderungspflege in einer Parkanlage.
Die SG Oberhöchstadt in der Schönberger Straße 38 ist der Fußballverein mit Rasenplatz, Kunstrasen und Kleinfeld und nennt mehr als 450 Mitglieder, davon über 160 Minderjährige, die Jugendarbeit ist entsprechend ausgeprägt. Das Haus Altkönig in der Altkönigstraße 30 trägt Sport, Schützen, Kegeln, Theater, Fastnacht und Feiern. An der Schöne Aussicht ergänzen Tennis und weitere Sportangebote das familiengeprägte Umfeld. Der naturnahe Spielplatz an der Friedensstraße gewann 2025 einen Wettbewerb für blühende Gärten und Gemeinschaftsgrün, 2026 startete dort eine öffentliche Spielplatz-Safari zur digitalen Erfassung von Tieren und Pflanzen. An den Stadtteilrändern beginnen Felder, Hohenwald und Taunusrand, Waldschwimmbad, MTV, Opel-Zoo und Victoriapark liegen in Kernstadt und Umgebung.
Oberhöchstadt hat ein besonders ausgeprägtes Vereins- und Traditionsleben. Das Dalleshaus in der Altkönigstraße 3 ist Sitzungs-, Kultur- und Begegnungsort, der Verein Freunde Oberhöchstadts pflegt Geschichte, Grenzgänge, Erzählcafé und lokale Feste, und eine Ausstellung im Dalleshaus erinnert an die Oberhöchstädter Ziegler. Der Karnevalverein von 1902 organisiert Fastnacht, Kinderveranstaltungen, Theater und den Umzug, die Theatergruppe Fichtegickel spielt seit 1971 im Haus Altkönig. St. Vitus prägt den Ortskern, die evangelische Kirche an der Albert-Schweitzer-Straße ergänzt das kirchliche Leben. Oberhöchstädter Sommer, Keramikmarkt, Weihnachtsmarkt und weitere Vereinsfeste schaffen wiederkehrende Treffpunkte.
Stadt- und Regionalbusse verbinden Oberhöchstadt mit Kronberg, Kronberg Süd, Schönberg, Oberursel und den Nachbarorten, die regionale Linie 261 bedient unter anderem den Korridor zwischen Kronberg Süd, Oberhöchstadt und Oberursel. Der Bahnhof Kronberg Süd bietet Anschluss an die S4 Richtung Frankfurt, er liegt aber nicht aus allen Teilen des Stadtteils bequem zu Fuß, Bus, Fahrrad oder Auto übernehmen die Zubringerfunktion. Im August und September 2026 bestehen zeitweise Einschränkungen auf der S4, maßgeblich ist die aktuelle RMV-Auskunft. Über L 3015, B 455 und die regionalen Straßen bestehen Verbindungen nach Oberursel, Steinbach, Eschborn, Königstein und zu den Autobahnen. Seit Juli 2026 wird die Sodener Straße vom Ortszentrum bis zur L 3015 grundhaft saniert, das Projekt ist in drei Bauabschnitte gegliedert und soll nach städtischer Planung bis ins Frühjahr 2027 dauern, mit Vollsperrungen, Umleitungen, veränderten Buswegen und zeitweise erschwerten Grundstückszufahrten.
Oberhöchstadt ist der einzige Kronberger Stadtteil, für den immowelt die Preise getrennt nach Objektart ausweist. Wohnungen liegen dort bei 4.457 Euro je Quadratmeter in einer Spanne von 3.254 bis 6.307 Euro, Häuser bei 5.356 Euro je Quadratmeter in einer Spanne von 2.602 bis 9.564 Euro (Stadtteilseite Oberhöchstadt, Stand 08/2026). Der Mischwert über beide Objektarten beträgt 4.740 Euro je Quadratmeter und ist damit der niedrigste der drei Stadtteilwerte hinter der Kernstadt mit 5.380 Euro und Schönberg mit 4.793 Euro. Stadtweit kosten Eigentumswohnungen 4.551 Euro je Quadratmeter bei einer Spanne von 3.161 bis 6.985 Euro, Häuser 5.957 Euro je Quadratmeter bei einer Spanne von 2.813 bis 11.392 Euro, gegenüber dem Vorjahr plus 2,5 Prozent bei Wohnungen und plus 3,7 Prozent bei Häusern (immowelt-Preisatlas Kronberg, Angebotspreise, Stichtag 01.08.2026). Die Frankfurter Immobilienbörse bei der IHK Frankfurt nennt als zweite Quelle für Kronberger Eigentumswohnungen 2.500 bis 6.800 Euro je Quadratmeter mit einem Schwerpunkt bei 4.000 Euro (Wohnungsmarktbericht 2025 und 2026, Jahresdurchschnitt 2025).
Bei den Mieten dreht sich das Bild. Der immowelt-Mietspiegel weist für Oberhöchstadt 15,62 Euro je Quadratmeter aus, das ist der höchste der drei Kronberger Stadtteilwerte vor der Kernstadt mit 15,23 Euro und Schönberg mit 14,85 Euro. Stadtweit liegen Wohnungen bei 14,52 Euro je Quadratmeter in einer Spanne von 9,59 bis 25,51 Euro, Häuser bei 16,67 Euro je Quadratmeter, über alle Objektarten sind es 15,15 Euro, die Wohnungsmieten stiegen gegenüber dem Vorjahr um 3,8 Prozent (immowelt-Mietspiegel Kronberg, Angebotsmieten, Stichtag 01.08.2026). Höchste Miete bei niedrigstem Kaufpreis bedeutet rechnerisch rund 4,0 Prozent Bruttomietrendite und damit den besten Wert der drei Stadtteile. Beide Werte sind Mischwerte über Wohnungen und Häuser, die Rangfolge ist deshalb belastbarer als der einzelne Prozentwert.
Oberhöchstadt gilt als ältester der drei Kronberger Stadtteile. Das Historische Ortslexikon des Landes Hessen führt für das Jahr 782 die historischen Formen Eichstätter Marka und Heichstätter Marka auf, 1048 erscheint mit Hecistat superiori erstmals eine eindeutige Unterscheidung zum tiefer gelegenen Niederhöchstadt. Der Ort war lange landwirtschaftlich und handwerklich geprägt, besonders die Ziegelherstellung gehört zur lokalen Erinnerung. Der Name Fichtegickel entwickelte sich zum bis heute liebevoll gebrauchten Spitznamen der Oberhöchstädter und gab der Theatergruppe des Karnevalvereins ihren Namen. St. Vitus wurde 1722 und 1723 neu errichtet, nachdem die ältere Kirche auf dem Stuhlberg baufällig geworden war. Dalles, Kirche, historische Straßen und Vereinsorte machen die gewachsene Dorfstruktur bis heute ablesbar.
Zur ehrlichen Einordnung gehört auch der Starkregen vom 9. Juni 2018, bei dem Teile der Ortskerne von Oberhöchstadt und Schönberg überflutet wurden. Kronberg und Eschborn arbeiten im Projekt Follow the Stream an gemeinsamer Analyse und Schutzkonzepten im Einzugsgebiet des Westerbachs. Das rechtfertigt keine pauschale Risikoeinstufung des ganzen Stadtteils, Grundstücke in Senken, in Bachnähe oder auf bekannten Fließwegen sollten aber einzeln geprüft werden.
Oberhöchstadt passt zu Familien mit kleinen und schulpflichtigen Kindern, denn Grundschule, Betreuungszentrum und drei Kitas liegen im Ort. Es passt zu Paaren mit Wunsch nach Haus, Garten und Ortsgemeinschaft, zu Pendelnden Richtung Frankfurt, Oberursel oder Eschborn, zu älteren Haushalten mit Blick auf medizinische und pflegerische Infrastruktur sowie zu Käufern älterer Dorfhäuser mit Modernisierungsinteresse. Sorgfältig zu prüfen sind der Verkehr an den Ortsdurchfahrten, der aktuelle Baustellenstand der Sodener Straße, Starkregen und Entwässerung, der Zustand von Fachwerk, Dach, Leitungen und Heizung, Stellplätze und enge Grundstückszuschnitte im Kern sowie der reale Busweg zum Bahnhof Kronberg Süd.
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Oberhöchstadt ist der einzige Kronberger Stadtteil mit nach Objektart getrennten Werten. Wohnungen liegen bei 4.457 Euro je Quadratmeter in einer Spanne von 3.254 bis 6.307 Euro, Häuser bei 5.356 Euro je Quadratmeter in einer Spanne von 2.602 bis 9.564 Euro (immowelt, Stand 08/2026). Der Mischwert von 4.740 Euro je Quadratmeter ist der niedrigste der drei Stadtteile hinter der Kernstadt mit 5.380 Euro und Schönberg mit 4.793 Euro.
Der immowelt-Mietspiegel nennt für Oberhöchstadt 15,62 Euro je Quadratmeter, das ist der höchste der drei Kronberger Stadtteilwerte vor der Kernstadt mit 15,23 Euro und Schönberg mit 14,85 Euro. Stadtweit liegen Wohnungen bei 14,52 Euro je Quadratmeter und Häuser bei 16,67 Euro je Quadratmeter, die Wohnungsmieten stiegen gegenüber dem Vorjahr um 3,8 Prozent (Stichtag 01.08.2026).
Rechnerisch Oberhöchstadt. Dort trifft die höchste Stadtteilmiete von 15,62 Euro je Quadratmeter auf den niedrigsten Kaufpreis von 4.740 Euro je Quadratmeter, das ergibt rund 4,0 Prozent Bruttomietrendite. Schönberg kommt auf rund 3,7 Prozent, die Kernstadt auf rund 3,4 Prozent. Beide Ausgangswerte sind Mischwerte über Wohnungen und Häuser, die Rangfolge ist deshalb belastbarer als der einzelne Prozentwert, und Kaufnebenkosten sowie Bewirtschaftungskosten sind nicht enthalten.
Einen eigenen S-Bahnhof hat Oberhöchstadt nicht. Der Bahnhof Kronberg Süd bietet Anschluss an die S4 Richtung Frankfurt, er ist aber nicht aus allen Teilen des Stadtteils bequem zu Fuß erreichbar. Stadt- und Regionalbusse übernehmen die Zubringerfunktion, die Linie 261 bedient den Korridor zwischen Kronberg Süd, Oberhöchstadt und Oberursel. Seit Juli 2026 wird die Sodener Straße saniert, das kann Buswege und Zufahrten verändern.
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